Doch gerade wie die Engel, wenn es schlimmer wird, bitten die Ahnen Gott, einzugreifen.

Ahnen und Schutzengel – Kommentar zu 2014 April 29 (2)

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Sie sagen, die Ahnen, wie die Schutzengel, werden deinem Gebet folgen, Fürbitte in deinem Leben tun, vor dem Kommenden warnen. mehr:

Heute bringe ich etwas über Ahnen. Da gab es bereits mehrere Webpages über diese Thema, zum Beispiel
2010 Dez 09 – Wahrer Ahnenkult
2012 Mai 21 – Richtiger Ahnenkult

Hier nun der Artikel, den ich heute las:

 

Ahnen in allen Aspekten meines Lebens

Familie kann sich hinauserstrecken über die noch Lebenden. Werden aber die Dlozis so wirklich für seinen Sohn sein, wie sie für Skaka Sisulu sind?

Gesegnet mit einem Freuden-Bündel: Shaka Sisulu findet den Himmel in dem engelhaften Gesicht seines Sohnes

Ich bin gesegnet.

Eigentlich ist meine ganze Familie gesegnet – ein halbes Dutzend Freuden-Bündel in weniger als einem Jahr für uns, und ich gehe jede Nacht neben einem schlafen.

Und ich werde ihn Sohn nennen.

Als er ankam fühlte ich einen Sog der Erleichterung. Es war seltsam, ein Gefühl daß, was immer kommen mag, ich immer leben werde, zumindest dem Namen nach.

Er kam auch mit den erwarteten Sorgen eines Vaters. Wäre ich fähig, für ihn zu sorgen? Würde ich ein besserer Vater sein als mein eigener?

Ich bin hier schon einmal gewesen, mit seiner älteren Schwester, der zwölfjährige Liebling, doch dieses mal gab es einen markanten Unterschied.

Während ich mir vorher Sorgen machte um die materielle und sogar die emotionelle Unterstützung und Pflege, die ich meinem Kind zu geben hatte, machte ich mir diesmal hauptsächlich um den geistigen Aspekt Sorge.

Sehen Sie, Ich hatte vor kurzem meine Ahnen „entdeckt.“ Sicher, sie sind immer da gewesen, doch bis vor ein paar Jahren nahm ich nicht wirklich wahr was für eine wichtige Rolle sie in meinem Leben spielten. Wichtig, ich habe sie nicht eingeladen, es zu tun.

Wie mit so vielen meiner Generation und solcher Leute, bin ich aufgewachsen, die Ideologie zu umarmen, die oft dem Westen zugeschrieben wird, daß ich allein der Meister meines Schicksals bin.

Später nahmen ein paar fromme Lehrer meiner weltlichen Schulen es auf sich, mir einzuprägen, daß, im Falle daß das Schicksal robuster als mein Wille war, dann könnte ich einfach entscheiden, einen besonderen Messias in mein Herz zu akzeptieren, und seiner Lehre zu folgen und wöchentlich in sein Haus zu gehen, und ich würde okay sein. Meine geistige Altersrente wäre gesichert.

In der Zwischenzeit zurück zuhause gab es immer diese kleinen Rituale, die besonders bei einer Beerdigung hervortraten oder wenn die Dinge vertrackt wurden. Sie wurden auch für ein paar wenige glückliche Gelegenheiten entstaubt – ein Stipendium eines Onkel in Übersee, die Hochzeit eines anderen – doch meistens blieben sie oben auf dem Kaminsims zusammen mit alten Fotos.

Eine Gogo erklärte mir einmal, daß Ahnen solche Leute auf den alten Fotos seien, die gestorben waren, und sich nun um uns kümmerten.

Ja. Richtig. Es schien mir seltsam wie sehr meine Gogo und meine Lehrer Leuten etwas beimessen wollten, die vor Jahren gestorben waren.

Trotzdem. Schnell voraus in meine Zwanziger, und da ist ein Unbehagen über mir. Als ob ich nicht richtig ganz bin. Ich fing an, mich für meine Abstammung zu interessieren. Wo ich herkomme.

Es war unheimlich; ich hatte gesehen wie mein Onkel vor Jahren durch dies gegangen war. Er zeichnete Jedermanns Einzelheiten auf und tat sie in einen Familienstammbaum auf seinem Computer.

Es war damals führend, und er strahlte. Ich dachte nur, dies ist etwas was alte Leute tun – sich Familienstammbäume ansehen.

Doch als meine Kenntnisse der Vergangenheit meiner Eltern wuchs, fing ich an, mich in meiner Haut wohler fühlen. Ich begann zu fühlen als ob ich mich besser verstand, je besser ich verstand, für was sich meine Ahnen entschieden hatten.

Wichtig war, daß ich die Relevanz und Bedeutung dieser Rituale auf dem Kaminsims zu verstehen begann – jedes mal wenn wir auf einen Friedhof gegangen waren und eine alte Person zu sprechen anfing, nachdem ein kleiner Kieselstein auf den Grabstein gelegt wurde, als wir uns in Aloe Vera gewaschen hatten, als wir Kerzen angezündet hatten und diese Prisen herum schnupfen.

Solche Dinge mit denen ich aufgewachsen war und die ich als Amasiko (Überlieferungen) kannte, hatten plötzlich übernacht auch eine geistige Dimension. Es war als ob die Schuppen von meinen Augen gefallen waren. Ich sah, daß wie eben jede bedeutende Religion mit kulturellen Praktiken verflochten war, so waren es auch die kulturellen Praktiken meiner Leute – außer daß afrikanische Geistigkeit nicht als Religion erachtet wird – doch das ist höchstwahrscheinlich ein anderes koloniales Relikt.

Immerhin, der Familienstammbaum ist die Grundlage dieses Glaubenssystems: diejenigen, die zuvor gegangen sind, bleiben anwesend, außer, daß es auf einer anderen Ebene ist. Wie Schutzengel steuern, leiten, zuwispern und schützen diese Dlozis (Ahnen) Sie. Doch gerade so wie die altnordischen Götter haben sie Temperament und Gefühle. In Wirklichkeit sind sie ganz schön die selben Leute, die sie hier lebendig waren, so wenn Ihre Oma hier verschroben war, ist sie dort verschroben.

Und gerade so wie Oma, sind sie glücklich, wenn Sie sie besuchen, tatsächlich überglücklich. Deshalb kann gesagt werden, daß diejenigen, die ihren Gebräuchen regelmäßig nachgehen, was sie zu besuchen gleichkommt, bedeutenden Segen anhäufen.

Doch wehe Ihnen, wenn Sie ihre Forderungen nach Aufmerksamkeit ignorieren, wie kriegsführende getrennte Eltern, wenn der Vater monatliche Raten zurückhält, um Besuchsrechte zu erhalten. Auch sie halten Segen zurück, damit sie ihre Aufmerksamkeit bekommen können.

Haben sie einmal Ihre Aufmerksamkeit, erkennen sie regelmäßige Interaktion an. Meine Großmutter hat diese Idee jahrelang in meinen Kopf hineingeknetet. Jede Woche ruft sie an und sagt einfach, „Lange nicht gesprochen; wann kommst Du mich besuchen?“

Dlozis zu besuchen oder mit ihnen zu sprechen wird bei jedem Meilenstein erwartet, von der Abschlußprüfung bis zum Gewinnen von Trophäen oder Preisen, einen Job kriegen, eine neues Haus oder Auto, Heiraten, und seine eigenen Kinder haben.

Und da sind immer Weihnachten oder Neujahrsfeste sie einzuladen.

Ja, es ist als ob alles was Sie tun eine dauernde Erinnerung an die Rolle der Familie ist, Vergangenheit und Gegenwart, in ihrem Glück und Pech. Wie Michael Jackson sagte: „Du bist nicht allein.“

So da war ich, nicht ganz allein – das kleine rhythmische Schnarchen in der Dunkelheit mit dem frischen neuen Baby-Geruch, das mich beruhigte – doch allein in meinen Gedanken. Was sollte ich nun tun, um die geistigen Beziehungen dieses kleine Mannes mit seinen Ältesten zu fertigen?

Und wie ist dies zu balancieren, ihm die Freiheit des Erkundens zu geben und seine eigene Geistigkeit für sich selbst herauszufinden?

Ich wußte, ich mußte eine Zeremonie haben, Imbeleko, um ihn ihnen vorzustellen, und dann eine weitere für den Namen seines Urgroßvaters. Doch was dann?

Wie konnte ich sicherstellen, daß er mit Gott okay war? Ich mußte darüber beten. Ich steckte also eine Kerze an, verbrannte einiges Imphepho (getrocknetes afrikanisches Salbei) und kniete.

Sie sagen, die Ahnen, wie die Schutzengel, werden deinem Gebet folgen, Fürbitte in deinem Leben tun, vor dem Kommenden warnen.

Doch gerade wie die Engel, wenn es schlimmer wird, bitten sie Gott einzugreifen. Höchst gewiß der selbe Gott, von dem die Christen und die Moslems sprechen. Sie sagen, daß wenn die Ahnen Gott anrufen, schicken sie Geister kleiner Kinder zum Bitten, weil sie rein sind, und bei ihm anwesend sein können.

Ich wußte, daß sie genau das getan hatten, denn genau da, als ich zurück ins Bett kroch und auf das engelhafte Gesicht meines Sohnes blickte, ganz glühend mit Unschuldigkeit und Versprechen, genau da ... sah ich Gott.

Shaka Sisulu ist ein Kolumnist und politischer Aktivist. Mitbegründer von Cheesekids, ist er nun ein Mitglied des ANC Youth League interim leadership Sonder-Teams. Er ist auch Autor von Becoming, im Verlag Pan Macmillan.

 

Siehe
Gebet der Fürbitte
2013 Apr 02 – Christentum ist konfuse
2014 Jan 03 – Umgang mit Verstorbenen. Seelen in Erdennähe

 

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