Die Ausführungsmöglichkeit ist völlig unabhängig vom Willen selbst.

Freiheit des Willens – Kommentar zu 2014 März 7

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Wohl ist Gottes Wille ausschlaggebend, doch nimmermehr bestimmt Gott den Entwicklungsgang des einzelnen Wesens, wie Gott auch nimmermehr seinen Willen in eine bestimmte Richtung drängt und sonach die Freiheit des Denkens beeinträchtigt, sondern die Entscheidung ist dem Menschen selbst überlassen, und wie seine Entscheidung ist, so ist auch sein Reifezustand. mehr:

Heute bringe ich zwei Botschaften von Bertha Dudde, die den freien Willen beschreiben:

 

Freiheit des Willens. (Prädestinationslehre)

9. September 1944. B.D. NR. 3249.

Die Sonne des Geistes soll aufgehen und die Finsternis verjagen - wo Dunkelheit ist, soll Licht werden, wo Verständnislosigkeit und Unkenntnis herrscht, dort soll licht und klar das Wort Gottes Aufschluß geben, denn Gott Selbst ist es, Der die Menschen belehret, so sie Sein Wort empfangen wollen. Und Er gibt ihnen diese Belehrungen wahrlich in der rechten Form, ihrem Willen zur Wahrheit nachkommend und ihrer Aufnahmefähigkeit und Würdigkeit entsprechend. Und dies ist Sein Wort: Versuchet, euch den göttlichen Willen als Grundprinzip zu denken, nach welchem alles sich vollzieht im Himmel und auf Erden - versuchet, diesen göttlichen Willen als Erstes gelten zu lassen, und ihr werdet dann jegliches Geschehen nur von dieser Seite betrachten, daß der göttliche Wille daran nicht unbeteiligt sein kann, denn ohne (Seinen) Gottes Willen kann kein anderer Wille zur Geltung kommen - selbst wenn er völlig gegnerisch ist. Jeglicher Wille, ob gut oder böse, muß erst durch Seinen Willen sanktioniert werden, bevor er in Tätigkeit treten kann, also liegt jeglichem Geschehen der göttliche Wille zugrunde, was jedoch nicht besagt, daß Gott das gutheißt, was der böse Wille gebärt. Dennoch könnte auch der böse Wille nicht sein, so nicht der Mensch von Gott aus befähigt wäre zu wollen, also jeglicher Wille im Willen Gottes begründet ist. Niemals aber bestimmt Gott den Menschen, Gutes oder Böses zu wollen, sondern die Richtung seines Willens bleibt ihm selbst überlassen, und dieses ist der freie Wille. Daß der Mensch wollen kann, ist Gottes Gabe, Gottes Bestimmung oder auch eine Gnade Gottes - was er aber will, ist seine eigene Bestimmung, darin läßt Gott ihm vollste Freiheit, wenngleich er zwar auch gehindert werden kann, das auszuführen, was er will. Dennoch ist sein Wille in Aktion getreten, die Richtung seines Willens hat er Gott gegenüber bekundet, und diese Richtung des Willens ist es, für die er sich verantworten muß. Und die göttlichen Gebote sind der Maßstab für guten oder bösen Willen. Niemals also wird Gott den menschlichen Willen zu beeinflussen suchen, gegen Seine Gebote zu verstoßen, jedoch ihm die Gedanken ins Herz legen, Stellung zu nehmen zu einem der Gebote. Also es wird Gut und Böse immer an ihn herantreten, es wird auch laut göttlicher Bestimmung der Wille im Menschen rege - wie er sich jedoch entscheidet, steht dem Menschen frei. Und Gott wird ihn durch irdische Geschehen zur Äußerung seines Willens veranlassen, und darum treten die irdischen Geschehen so an ihn heran, wie sie seinem Willensentscheid am günstigsten sind. Und dies ist das Schicksal, seine vorbestimmte Lebensbahn, die allen seinen Anlagen Rechnung trägt und ihm die größte Möglichkeit gibt, seinen Willen in rechter Richtung tätig werden zu lassen. Die Freiheit des Willens wird sehr oft falsch verstanden, denn sie wird auf Ausführung irdischer Tätigkeit bezogen, und man nennt ein verhindertes Ausführen dessen, was der Mensch will, unfreien Willen. Die Ausführungsmöglichkeit ist völlig unabhängig vom Willen selbst. Dieser ist frei, d.h., der Mensch bestimmt selbst die Richtung, die der Wille nimmt, und die Freiheit seines Willens wird niemals angetastet werden von Gott aus. Es kann aber die Willensfreiheit mißbraucht werden zu Gott-gegnerischem Wirken sowohl als auch zu Gott-gegnerischem Denken. Auch dann nimmt der Mensch die Kraft aus Gott in Anspruch, d.h. die Lebenskraft, die ihm zuströmt, und folglich in gewissem Sinne die Zustimmung Gottes, weil ohne Seinen Willen nichts geschehen kann und ohne Seinen Willen der Mensch auch nicht denkfähig wäre. Und dennoch kann nicht davon die Rede sein, daß Gott den Willen des Menschen bestimmt hat zu seinem Denken und Handeln. Wenn auch Gott Selbst den Willen in den Menschen gelegt hat, so hat Er doch nicht diesen Willen gerichtet zu guten oder bösen Taten. Und dies muß auseinandergehalten werden, ansonsten ein freier Wille verneint werden müßte und der Mensch nimmermehr die Anwartschaft haben könnte auf Vollkommenheit. Es beziehen die Menschen die Freiheit des Willens zumeist auf rein irdische Handlungen, Gedanken oder Geschehen, und sie machen darin oft die Erfahrung, daß sie sehr unfrei sind, weil Handlungen, Gedanken und Geschehen nicht immer ihrem Willen entsprechen. Dann äußert sich der Wille Gottes offensichtlich, und sie fechten die Lehre vom freien Willen eifrig an. Doch auch dann noch sind Wille und Ausführungsmöglichkeit verschiedene Begriffe, denn der Mensch kann dem Willen jederzeit die Richtung geben, die ihm beliebt. In geistiger Hinsicht aber wird der Wille stets ausgeführt werden können, denn was der Mensch will, dazu geht ihm auch die Kraft zu, nur daß sein Wille auch den Ursprung der Kraft bestimmt, daß die Kraft ihm von oben oder auch von unten zugeleitet wird, er sich also der Kraft ausliefert, der sein Wille sich zuneigt. Doch auch dann gibt Gott Seine Zustimmung, d.h., Er hindert den Entwicklungsgang des Menschen nicht, obgleich er von Ihm wegführt, weil Er dem Wesen die Freiheit des Willens gegeben hat und ewig diese Freiheit nicht aufheben wird, so es das letzte Stadium auf Erden als Mensch auslebt, das ihm die letzte Reife eintragen soll. Amen. B.D. NR. 3249.

 

Freiheit des Willens. (Prädestinationslehre)

10. September 1944. B.D. NR. 3250.

Dem menschlichen Willen gebiete Ich nicht, sondern Ich lasse ihm seine Freiheit. Ich bleibe wohl ständig an ihm tätig, indem Ich ihm fortgesetzt die Kraft zuführe, als selbständiges Wesen wollen, denken und handeln zu können. Und also bin Ich Urheber seines Lebens wie auch seines Denkens und Wollens. Denn Ich muß, was einmal aus Meiner Hand hervorgegangen ist, auch ständig in den Zustand versetzen, seinen Zweck erfüllen zu können, der einem jeden Schöpfungswerk, einem jeden Produkt Meiner Liebekraft, zugrunde liegt, ansonsten Meinem Wirken die Weisheit abgesprochen werden könnte, die jedoch unleugbar überall zutage tritt, so der Mensch auf einer gewissen Erkenntnisstufe angelangt ist und für Mein Walten und Wirken ein offenes Auge hat. Versorge Ich aber alles Geschaffene ständig mit Lebenskraft, um bestehen zu können, so ist verständlicherweise alles Leben, alle Tätigkeit, von Meinem Willen abhängig und folglich auch jegliche organische Tätigkeit des Menschen, die erst Mein Wille in Funktion treten läßt, und somit Ich es bin, Der im Menschen wirket - sowohl das Wollen als auch das Vollbringen; denn Ich gab dem Menschen als höchstes Schöpfungswerk auf der sichtbaren Erde diese Fähigkeit. Ohne diese Gabe aber wäre der Mensch kein freies, selbständiges Wesen und also auch nicht fähig, sich selbst zur Höhe zu entwickeln. Doch Ich gab ihm auch die Freiheit seines Willens, d.h., es steht ihm frei, die Gabe des Wollens und des Vollbringens zu nützen nach jeder Richtung hin, und niemals wird er durch Mich gezwungen, diese oder jene Richtung einzuschlagen, nur liebevoll so geleitet auf seiner Lebensbahn, daß er vor Entscheidungen gestellt wird, weil dies der Zweck seines Erdenlebens ist, daß er seinen freien Willen recht nütze. Ich will selige Geschöpfe aus allen Menschen machen, doch die Seligkeit hängt von dem Willen zum Guten ab. In aller Willensfreiheit sich für das Gute entscheiden trägt der Seele die höchste Seligkeit ein. Ist aber der Mensch gut als Folge einer Beeinflussung von Mir, dann ist er kein freies, selbständiges Wesen mehr, und ohne Freiheit gibt es keine Seligkeit. Der freie Wille ist es, der stets und ständig gewahrt werden soll, sowohl im irdischen als auch im geistigen Reich, soll alles Wesenhafte dereinst zu Meinem Ebenbild sich gestalten. Und es ist die Frage über den freien Willen so überaus wichtig, daß dem Menschen auch immer Antwort darauf gegeben wird, auf daß sich sein Denken nicht im Irrtum bewegt und ihm dadurch die Erlösungslehre völlig unverständlich wird. Ich unterweise euch Menschen stets in der Wahrheit, so ihr euch vertrauensvoll an Mich Selbst wendet um Aufschluß solcher Fragen, und Ich leite euch diese Wahrheit zu, so ihr sie nicht selbst in euch vernehmet, denn euer Wissen ist mangelhaft, so ihr in entscheidenden Fragen falsch unterrichtet seid und darauf dann aufbauen wollt. Die Freiheit des Willens darf nie und nimmer abgestritten werden, ansonsten ihr euch selbst zu Maschinen herabsetzt, die willenlos alles über sich ergehen lassen müssen, was Ich, der Herr der Schöpfung, will. Wohl ist Mein Wille ausschlaggebend, doch nimmermehr bestimme Ich den Entwicklungsgang des einzelnen Wesens, wie Ich auch nimmermehr seinen Willen in eine bestimmte Richtung dränge und sonach die Freiheit des Denkens beeinträchtige, sondern die Entscheidung ist dem Menschen selbst überlassen, und wie seine Entscheidung ist, so ist auch sein Reifezustand. Die Gnaden wende Ich jedem einzelnen ungemessen zu, und so ist auch sein Wille zur Annahme Meiner Gnaden allein entscheidend, wieweit diese an ihm wirksam werden können und welche Kraft ihm nun zur Verfügung steht, seinen Willen in die Tat umzusetzen. Meine Liebe gilt allen Meinen Geschöpfen, und allen Geschöpfen wende Ich daher auch das gleiche Gnadenmaß zu, doch wie sie es verwerten, steht ihnen frei, denn Ich gebiete wohl über Himmel und Erde, aber den menschlichen Willen zwinge Ich nicht. Amen. B.D. NR. 3250.

 

Siehe
Freier Wille

 

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