Jenseits des Alltagsbewusstseins gebe es eine Fülle unterschiedlicher Bewusstseinszustände.

Der Geist in der Materie - Die Begegnung von Wissenschaft und Spiritualität – Kommentar zu 2013 Oktober 7

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Wenn Neurowissenschaftler dem Menschen den freien Willen absprechen: Es gibt keine dümmere Theorie, als dem Menschen seine ureigene Eigenschaft abzusprechen, dass er sein Leben bewusst gestalten kann. mehr:

Hier etwas von heute:

 

Informatik-Professor: „Arterhaltung ist nicht der Sinn des Lebens“

Informatik-Professor Eckhard Kruse: sein Buch 'Der Geist in der Materie - Die Begegnung von Wissenschaft und Spiritualität'.

Den Erkenntnissen der modernen Geistesforschung begegnen auch Naturwissenschaftler heute nicht mehr nur mit Ablehnung. Dem Heidelberger Eckhard Kruse - seit 2008 Professor für Angewandte Informatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim - gelang in seinem Buch "Der Geist in der Materie" eine überzeugende Synthese von Wissenschaft und Spiritualität. Eine der Ideen: Das Gehirn ist nicht die zentrale Recheneinheit, sondern ein Internet-Browser. Und jenseits des Alltagsbewusstseins gebe es eine Fülle unterschiedlicher Bewusstseinszustände.

Herr Professor Kruse, was treibt einen Informatiker dazu, das Geistige zu suchen?
Es sind letztlich Erfahrungen, die ich gemacht habe, etwa bei Selbsterfahrungsseminaren wie der Familienaufstellung. Oder bei der Meditation. Da gibt es Phänomene, die nicht hineinpassen in die Weltsicht, die man als Schulwissenschaftler hat. Auch ein Gedankenübertragungserlebnis mit meiner Frau gehört dazu. Ich habe dann versucht, die Sache systematisch anzugehen. Es gibt eine Menge Bücher über Gedankenübertragung, Telepathie, Hellsehen. Selbst der amerikanische Geheimdienst hat da im Bereich Spionage geforscht. Nicht alles ist natürlich ernst zu nehmen.

Ist bei Telepathie und Hellsehen nicht vieles Zufall?
Das mag in vielen Situationen zutreffen, aber das ist nicht immer so. Zufall ist keine Erklärung für Dinge, die häufig auftreten. Es gibt Studien, die entsprechende Effekte nachweisen.

Sie halten auch nichts davon, wenn Neurowissenschaftler dem Menschen den freien Willen absprechen.
Es gibt keine dümmere Theorie, als dem Menschen seine ureigene Eigenschaft abzusprechen, dass er sein Leben bewusst gestalten kann. Wenn diese Wissenschaftler ihre Theorie ernst nehmen würden, bräuchten sie sich auch nicht mehr um ihre Familie zu kümmern und könnten morgens im Bett liegen bleiben. Es ist fast eine Marotte von Wissenschaftlern, dass sie die Welt sehr nüchtern, auf die Materie abgestimmt, darstellen. "Gott" geht schon gar nicht, und was dem Leben einen Sinn verleihen könnte, wird abgesprochen. Einziger Sinn ist dann die Arterhaltung.

Das menschliche Verhalten ist nicht nur mit Egoismus und Arterhaltung zu erklären?
Es gibt auch viele große Physiker, die nach höheren Prinzipien fragen. Früher war es die Rolle der Religion, den Menschen in ein großes Ganzes einzubinden und sein Verhalten zu bestimmen. Das ist seit der Aufklärung weggebrochen. Aber wir haben das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Die Wissenschaft fühlt sich nicht zuständig für Fragen nach Sinn und Moral. Heute gibt es keine Instanzen mehr dafür.

Was bedeutet das für unser Zusammenleben?
Wir Menschen als soziale Wesen brauchen den Gemeinschaftsgedanken, wir sind auf höherer Ebene miteinander verbunden. Der Buddhismus etwa sagt, wenn ich jemandem Leid zufüge, tue ich mir selbst Leid an. Das ist es, was die Religionen bekennen, was in der Gesellschaft aber nicht mehr präsent ist. Worauf gründen dann aber gesellschaftliche Normen?

Sie entwickeln in Ihrem Buch die Idee des teilnehmenden, liebenden Menschen, um die Probleme in Gegenwart und Zukunft zu lösen.
Menschen, die liebevoll miteinander umgehen, haben andere Möglichkeiten, die Welt zu gestalten, als die Wissenschaft uns vorgibt.

Was also ist der Sinn des Lebens?
Aus meiner persönlichen Sicht gibt es ein wesentliches Merkmal: Entwicklung. Was lebt, gewinnt an Komplexität, und zwar im Austausch mit anderen Lebewesen. Auf den Menschen bezogen: Es ist eine Frage des Bewusstseins, wie ich mit der Welt in Beziehung trete. Offenheit, Anerkennung des Andersseins, Wertschätzung der Vielfalt sind Zeichen von Lebendigkeit.

In der heutigen Welt fühlen wir uns verpflichtet, die Kinder für Wissenschaft und Technik zu begeistern, um ihre Zukunft zu sichern. Das sehen Sie auch anders.

Momentan haben wir ein ziemliches Ungleichgewicht von Natur- und Geisteswissenschaften. Bewusstsein und Kultur sind stark in den Hintergrund gerückt. Aber der Sinn des Lebens kommt nicht über Materielles. Wir müssen also die eigene Haltung zur Welt ändern, etwa dahingehend, dass wir weniger Konsum nicht als Mangel erleben. In der Meditation sehen wir, dass man einfach durch "Dasitzen" glücklich werden kann. Das ist sogar wissenschaftlich reproduzierbar. Wir können also die innere Ruhe erreichen - ohne Ressourcenverbrauch.

 

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