Glasshole.

Googles Datenbrille verändert alles – Kommentar zu 2013 Mai 7 (2)

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Der große Unterschied zum Handy ist deshalb kein technischer, sondern ein sozialer, nämlich die weitgehende Unsichtbarkeit der Nutzung für Dritte. Daher rührt auch die Unruhe, die in der US-amerikanischen Medienlandschaft abseits der Nerdbegeisterung zu beobachten ist. Die Kombination von Unsichtbarkeit und neuer Technologie führt beinahe automatisch zu Angst und Irrationalität. mehr:

Gestern hatten wir 2013 Mai 06 (2) – Google Glass: Foto per Ausgenzwinkern und heute las ich wieder etwas über dieses Thema:

 

Die Mensch-Maschine: Googles fahrlässige Glass-Kampagne

Googles Datenbrille verändert alles: Wenn die Glass-Technik im Alltag ankommt, entrinnt niemand mehr dem Netz - auch Nichtnutzer sind betroffen.

Ein Begriff für Leute, die die kommende Augmented-Reality-Brille mit dem Namen Google Glass tragen: Glasshole. Die ebenso naheliegende wie gewitzte Bezeichnung wiegt einigermaßen schwer auf der Einführung dieser Brille, die einen Bildschirm ins Sichtfeld einblendet und über Kamera und Mikrofon verfügt.

So, wie knapp zwanzig Jahre zuvor Handynutzer in der Öffentlichkeit zunächst als asoziale Störenfriede empfunden wurden, weist die anhaltende Verbreitung dieses Schimpfworts im englischsprachigen Raum auf eine potentiell gesellschaftsverändernde und -spaltende Technologie hin. Denn um überhaupt ein öffentliches Ärgernis über ein Empörungsstrohfeuer hinaus sein zu können, muss eine Technologie für die meisten Leute irgendwie relevant erscheinen.

Die Brille von Google ist der erste große Vorbote dieser Vermischung, und in den Begriff Glasshole eingewoben ist das Gefühl der Unentrinnbarkeit für jeden, der einem Glass-Nutzer gegenübersteht. Die Kamera in der Brille kann Fotos per Augenzwinkern machen, die Aufzeichnung eines Videos ist ebenso simpel und kaum bemerkbar möglich.

Augmented Reality lässt das Netz aus dem Gerät in die Welt schwappen.

Der große Unterschied zum Handy ist deshalb kein technischer, sondern ein sozialer, nämlich die weitgehende Unsichtbarkeit der Nutzung für Dritte. Daher rührt auch die Unruhe, die in der US-amerikanischen Medienlandschaft abseits der Nerdbegeisterung zu beobachten ist. Die Kombination von Unsichtbarkeit und neuer Technologie führt beinahe automatisch zu Angst und Irrationalität. Es ist niemandem vorzuwerfen, sich vor dieser Brille zu fürchten, selbst wenn die dahinterliegende Weiterentwicklung unausweichlich scheint. Es entsteht eine eigene, digital und dinglich vermischte Welt - der Netzraum, wie man Augmented Reality nennen könnte, wenn einen dieses Schlagwort nach der 234. Verwendung anödet.

 

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