Verhaltens-Erkennungs-Systeme: Verdächtige Szenen erkennen.

Mustererkennung für Videokameras: Systeme zur Verhaltenserkennung – Kommentar zu 2013 März 16

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Intelligente Überwachungskamera. Die Videospäher lernen auffälliges Verhalten erkennen. mehr:

Hier etwas über den Fortschritt von Überwachungskameras:

 

Software für Videokameras

Wie Überwachung "intelligent" werden soll

Weltweit überwachen Millionen Kameras das Verhalten von Bürgern. Weil das viele Bildmaterial nicht mehr von Menschen zu bewältigen ist, soll nun Software verdächtige Szenen erkennen. Das ist ein Traum für Sicherheitsbehörden - und ein Albtraum für Datenschützer.

Die US-Firma BRS Labs ist ein Senkrechtstarter, den kaum jemand kennt und am besten auch niemand kennen soll. Der Umsatz hat sich innerhalb eines Jahres auf 200 Millionen Dollar verzehnfacht. Neue Büros wurden in Houston, São Paulo und London eröffnet. Die Technik der Firma wird bereits in San Francisco eingesetzt und bis nach Dubai exportiert. Der Grund für den Erfolg von BRS - eine Abkürzung von Behavioral Recognition Systems, zu deutsch etwa Systeme zur Verhaltenserkennung - ist eine Überwachungs-Software namens AiSight.

Sie revolutioniert derzeit weltweit die Überwachung an Flughäfen und Bahnhöfen, denn AiSight macht Kameras schlau: Mit dem Programm ausgestattet, lernen die Videospäher auffälliges Verhalten zu erkennen. Egal ob jemand einen Koffer abstellt, wo er nicht sollte, aus dem Auto aussteigt, wo er nicht dürfte oder über Zäune klettert - sofort schlägt der Computer Alarm. Ein Mensch ist nicht mehr nötig, um die per Kamera erfassten Tätigkeiten anderer Menschen zu beurteilen - ein Traum für Sicherheitsbehörden.

Der Rechnung dahinter ist einfach. Weltweit gibt es Schätzungen von BRS Lab zufolge 50 Millionen Überwachungskameras. Allein in Großbritannien erfassen sie jeden Bürger durchschnittlich 300 Mal am Tag. Doch die Bilder enden meist im Nichts. Es gibt einfach nicht genug Personal, um all das Videomaterial, ob live oder nicht, aufmerksam anzusehen und zu bewerten. Eine Maschine hingegen ist niemals abgelenkt, immer aufmerksam, braucht keine Kaffeepause. Die Idee der "intelligenten Überwachungskamera" stößt auf eine riesige Marktlücke.

Europäische Sicherheitsexperten möchten in diesem Geschäft gerne dabei sein. Mit mehr als 21 Millionen Euro fördert allein das deutsche Forschungsministerium (BMBF) neun Projekte zur "Mustererkennung". Seit drei Jahren versuchen deutsche Forscher, Computern beizubringen, wie man aus Gesichtern liest, Waffen erkennt oder auffällige Bewegungen registriert.

Hier soll ein Algorithmus Gefahrensituationen in U-Bahnhöfen aufspüren, etwa eine "liegende Person", Menschenansammlungen, "Aggression" oder allgemein "auffälliges Verhalten".

AiSight ist selbstlernend aufgebaut, ähnlich wie ein neuronales Netz kann es Erfahrungen sammeln und lernen, was in welcher Situation als normal gilt und was nicht - zum Beispiel welche Tür Passanten nicht betreten dürfen.

"Woher kommen die Kriterien für die Mustererkennung? Stammen diese von Experten, besteht die Gefahr, dass hier eine bestimmte Weltanschauung ins System einprogrammiert wird." Würden die Kriterien dagegen statistisch bestimmt, könne das statistisch normale, also häufigste Verhalten zugleich zum "gewünschten" Verhalten werden - zu dem von der Maschine gewünschten Verhalten.

 

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