Der Stein der Weisen ist ein Sinnbild und ein großes Wahrzeichen des wiederkehrenden Gehorsams durch die wahre Reue.

Der Stein der Weisen – Kommentar zu 2013 Januar 27

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Wenn ich immer wieder zum Gehorsam zurückkehre, durch wahre Reue, dann habe ich den Stein der Weisen gefunden. mehr:

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Heute, am 27. Januar 2013, habe ich den Stein der Weisen gefunden.

Der Stein der Weisen ist ein Sinnbild und ein großes Wahrzeichen des wiederkehrenden Gehorsams durch die wahre Reue.

Dies ist eine beeindruckende Definition.

Ich fand sie heute.

Wenn ich immer wieder zum Gehorsam zurückkehre, durch wahre Reue, dann habe ich den Stein der Weisen gefunden.

Wenn ein Mensch gehorsam ist, dann gleicht er dem Stein der Weisen.

Wenn ein Mensch nicht gehorsam ist, dann gleicht er dem Nebel, als purer, äußerer Verstandesmensch.

Der Stein der Weisen ist so etwas wie ein Diamant, ein durchsichtiger Stein, ein fester Strahlenstein, einerlei mit Thummim, der da ein Sinnbild ist und ein großes Wahrzeichen des wiederkehrenden Gehorsams durch die wahre Reue.

Durch Gehorsam, durch Gehorsam durch die wahre Reue, werden wir zum Stein der Weisen.

Durch Ungehorsam werden wir zum Nebel. Wenn wir zum Nebel werden, dann kommen allerlei Winde und drängen und ängstigen uns von allen Seiten.

Der Druck des Lebens macht aus Nebel Regen und aus diesem Wasser des Regens einen See und in der Tiefe des Lebens, in der Tiefe dieses Sees, erzeugt der Druck dort einen neuen Stein, ein Stein des Lebens und der wahren Weisheit hat sich in uns gestaltet, und das ist der sogenannte Stein der Weisen, den die Welt nimmer zu finden vermag, noch je mehr finden wird.

Und was ist Gehorsam? Wir sind gehorsam, wenn wir uns mit Gott vereinigen und wenn wir uns mit seiner Liebe vereinigen. Wenn wir den empfundenen Anforderung des Geistes gehorchen und somit das Licht mit der Liebe vereinen, dann werden wir dadurch Kinder der Liebe voll Weisheit, voll Wohlgefallen Gottes und Kinder voll des ewigen Lebens.

Und was ist Ungehorsam? Ungehorsam ist, wenn wir im Fürwitze des Verstandes untreu werden unserer innersten Liebe aus Gott in uns. Unsere Liebe hat sich dann zurückgezogen.

Die Definition des Steins der Weisen stammt von Seth. Seth, 1 Mose 5,17, ist der dritte Sohn Adams. Seth hielt eine Rede in der Anwesenheit Adams. Seth war damals etwa 800 Jahre alt und Adam etwa 930 Jahre, also sehr zum Ende seines Lebens. Es war der Höhepunkt der geistigen Entwicklung dieser Menschen, die um Adam herum lebten und sich von den weltlichen Menschen fern hielten. Henoch, der damals etwa 308 Jahre alt war, war der geistig am fortgeschrittenste Mensch, und wurde von den Erzvätern als solcher anerkannt. Henoch lebte dann noch etwa 57 Jahre, wurde 365 Jahre alt und wurde dann entrückt, 1 Mose 5,24. Die Rede wurde etwa 3244 vor Christus gehalten.

Der Anlaß der Rede war eine Ungehorsamkeit. Einige Jünglinge hatten den Versuch unternommen, um eine Reise nach Hanoch zu unternehmen. Hanoch war damals das Zentrum der weltlichen Menschen. Hanoch war die Stadt, die Kain erbaut hatte, 1 Mose 5,17.

Hier nun das ganze Kapitel 69 des Bandes 1 des Werkes Die Haushaltung Gottes von Jakob Lorber. Er schrieb es im Jahre 1841 und ich las es heute:

 

^   jl.hag1.069,01
Und siehe, als die Kinder solche Rede aus dem Munde Adams vernommen hatten, da schlugen sie sich auf die Brust und weinten ernste Tränen der Reue, daß sie kaum besänftigt zu werden vermochten. Denn sie sahen nun wohl ein, was sie verloren hatten; aber das Verlorene wiederzuerhalten, sahen sie keinen Weg und glaubten sich als schon vollends gerichtet.

^   jl.hag1.069,02
Als aber Adam sah ihre ernste Reue, sprach er zum Seth: »Höre, mein geliebter Sohn, erhebe dich, öffne deinen Mund, und richte ihre Herzen auf voll Frieden und Liebe zu Jehova! Amen.«

^   jl.hag1.069,03
Und alsobald erhob sich Seth und fing an, folgende sehr denkwürdige Rede an sie zu halten, sagend nämlich: »Höret, Kinder, die ihr da vor unseren Augen und Ohren weinet gerechter Reue Tränen! Unser Gott und heiliger Vater ist zwar ein allergerechtester Herr, aber auch ein aller Liebe vollster Vater voll Erbarmung. Denket, daß wir keine Handlung begehen können, die Gott als Gott kümmern und zuwider sein könnte; denn welcher Unterschied wäre im Grunde, ein Sonnenstäubchen oder eine Welt zu zerstören?!

^   jl.hag1.069,04
In Beziehung auf Gott ist sowohl eines wie das andere ein pures Nichts, wie auch wir alle zusammen nichts sind gegen Ihn. Wie aber könnte oder möchte das Nichts etwas begehen an dem Nichts, das da etwas wäre im Anbetrachte gegen Gott,

^   jl.hag1.069,05
ingleichen es auch uns nicht kümmert, was die fast gänzlich unsichtbaren Tierchen unter einem modernden kleinsten Blättchen, das ein leiser Hauch dem Moose entführte und mit einem daranhängenden Tautröpfchen ins Meer fallen ließ, machen! Jedoch ist dieser Vergleich fast eben gar kein Vergleich gegenüber dem, wie unendlichmal viel weniger eine ganze Welt samt uns gegen Gott ist. Und so sind wir und all unser Tun und Lassen soviel wie gar nichts gegen Gott.

^   jl.hag1.069,06
Aber höret! Eben dieser Gott hat denn eines, das Ihn gar sehr kümmert, und dieses eine ist eben Seine eigene, ewige Liebe selbst, durch welche wir und alle Dinge unsertwegen - entstanden sind. Durch und in dieser Liebe ist Gott unser Vater und wir Seine Kinder. In dieser Seiner Liebe kümmert Ihn das Unbedeutendste wie das Allergrößte in gleicher Sorgfalt; und so gibt sich auch mit dieser Liebsorge in allen Dingen Seine unverkennbare Göttlichkeit und väterliche Liebe kund.

^   jl.hag1.069,07
Der Liebe Gottes ist es demnach auch nicht einerlei, wie wir handeln, ob so oder so. Wenn wir die Liebe zwar für selbständig betrachten, so ist auch diese so beschaffen, daß sie blind ist gegen alle Handlungen ihrer Kinder gleich einer zärtlichsten Mutter gegen ihren Säugling; allein, es wäre aber Gott ohne Liebe kein Gott, und die Liebe ohne Gott wäre keine Liebe. Und so sind Gott und Seine Liebe ein Wesen und ist Gott mächtig in Seiner Liebe und die Liebe heilig durch Gott. Und dieser also einige Gott ist samt und sämtlich unser liebevollster, heiligster Vater, wie wir nach Seinem Ebenbilde vollkommen Seine Kinder sind, da auch wir ein Herz und in ihm einen Geist der Liebe haben, wie in unserm ganzen Wesen eine lebendige Seele voll Verstand, daß auch da der Verstand ist gleich dem Wesen Gottes für sich und die Liebe des Geistes im Herzen mit ihrem freien Wollen gleich der Liebe in Gott. Und wenn aus der Seele und aus dem Geiste ein Wesen wird durch das freie Wollen, so sind dann auch wir vollkommen Gott in allem ähnlich und somit erst Seine Kinder.

^   jl.hag1.069,08
Wie aber Gott für uns in der Liebe nur Gott ist und unser aller liebevollster, heiliger Vater, so können auch wir nur in der Liebe Seine Kinder werden. Die Vereinigung Gottes mit Seiner Liebe ist aber gleich dem Gehorsame. Wenn wir nun in unserm fürwitzigen Verstande gehorchen den empfundenen Anforderungen des Geistes und vereinen somit das Licht mit der Liebe so werden wir dadurch Kinder der Liebe voll Weisheit, voll Wohlgefallen Gottes und Kinder voll des ewigen Lebens.

^   jl.hag1.069,09
Nun sehet also, liebe Kinder: Da ihr im Fürwitze des Verstandes ungetreu geworden seid eurer innersten Liebe aus Gott in euch, so wurdet ihr ungehorsam in eurer Seele wie eurem Heiligtume, so auch der Liebe in Gott. Eure Liebe hat sich dann zurückgezogen; ihr lebtet nur in eurer Seele, nach äußerer Ausdehnung (wenns möglich wäre ins Unendliche) strebend. Nun urteilet selbst und saget, was da fester sei: ein sich nach allen Seiten ausdehnender Nebel, wenn auch seine flüchtige Größe ganze Weltgegenden umhüllt, oder ein kleines, rundes, gleich einem Tautropfen durchsichtiges Steinchen! Sehet, darin auch liegt der Grund eurer Furcht und der Grund eurer Blindheit!

^   jl.hag1.069,10
Ist das Steinchen nicht also fest, daß es niemand zu zermalmen vermag und widersteht jedem Sturme, jedem Drucke, jedem Schlage?! Ja, ihr sahet zwar den Tiger einen mächtigen Stier plötzlich zerreißen in kleine Stücke; aber wahrlich, hätte dieser Tiger in ein solches kaum eigroßes Steinchen gebissen, um seine ärgste Waffe wäre es geschehen gewesen! Und hätte er es als Ganzes verschlungen, so würde er seinen Tod verschlungen haben, und in seiner Verwesung wäre das Steinchen unversehrt geblieben!

^   jl.hag1.069,11
Sehet Kinder, diesem Steinchen gleicht der Mensch in seinem Gehorsame, - dem Nebel aber als purer, äußerer Verstandesmensch! Geschieht es aber nicht, daß, wenn Winde Nebel an Nebel drängen, daraus Wassertropfen werden und, wenn mehrere und viele solcher Tropfen zusammenfließen, am Ende einen See ausmachen?! So aber die große Schwere der Wassermasse in der Tiefe sich sehr drückt, so ergreifen sich unter solchem Drucke endlich seine Teilchen und bilden einen durchsichtigen Stein, der dann ist ein fester Strahlenstein, einerlei mit Thummim, der da ein Sinnbild ist und ein großes Wahrzeichen des wiederkehrenden Gehorsams durch die wahre Reue.

^   jl.hag1.069,12
Sehet, ihr seid durch euren Ungehorsam zum Nebel geworden! Es kamen aber nun allerlei Winde und drängten und ängsteten euch von allen Seiten. Ihr empfandet den Druck und weintet Tränen des Schmerzes. Sehet da ist der Regen! Aber es ist nicht genug, daß ihr zu Wasser wurdet gleich den einzelnen Tropfen, sondern ihr mußtet zu einem See werden in eurer Reue. Ihr seid es nun geworden. Es drückt euch zwar jetzt mehr denn früher in der Tiefe eures Lebens; aber höret und sehet und begreifet wohl: Durch eben diesen jetzigen letzten Druck hat sich euer zweifaches Leben gleich den Wasserteilchen wieder ergriffen, und ein neuer Stein des Lebens und der wahren Weisheit hat sich in euch gestaltet. Darum seid froh und voll heiteren Mutes; denn nicht, um euch zu verderben, sind wir gekommen, sondern daß euch ein neues Leben werde in der wahren Liebe zu Gott, unser aller heiligstem Vater. Amen.«

^   jl.hag1.069,13
(NB. Höret, das ist der sogenannte Stein der Weisen, den die Welt nimmer zu finden vermag, noch je mehr finden wird!)

 

In seinem Gehorsam gleicht der Mensch diesem Steinchen – diesem Stein der Weisen, dem Sinnbild und großem Wahrzeichen des wiederkehrenden Gehorsams durch die wahre Reue.

Wenn wir unserer innersten Liebe aus Gott in uns treu sind, dann werden wir gehorsam in unserer Seele wie unserem Heiligtume, so auch der Liebe in Gott, dann sind wir wirklich am Leben.

Wir sind dann dem Geiste in uns gehorsam. Wir werden vom Geist geleitet.

Siehe
2012 Sep 23 (2) – Geistiger Fortschritt – wissenschaftlicher Fortschritt
2012 Okt 25 (2) – Geistiger Niedergang
2012 Okt 29 – Irdische Umgebung, Fähigkeiten und Wissen belanglos zum Reifen der Seele
2012 Nov 07 – Daseinskampf
2012 Nov 08 – Das Wort Gottes ist mit Seiner Kraft gesegnet
2012 Nov 12 (2) – Wissenschaftler beweist Niedergang der Menschheit
2012 Nov 17 – Herrschende Gewalt dem Volk entsprechend
2012 Nov 20 – Ablehnung des Wortes Gottes ist Zuwendung zum Gegner Gottes
2012 Nov 24 – Verschiedene Geistesrichtungen – Wahrheit abhängig vom Liebegrad
2012 Dez 13 (2) – Herz- und Verstandesdenken
2013 Jan 14 – Die Bedeutung der Wissenschaft

 

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