Die Universalität der Überschwemmung?

Warum Noahs Sintflut nicht weltweit war – Kommentar zu 2011 Januar 1

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2011 Januar 1
Die Frage ob die noahische Flut global oder nur regional war: War die Genesis-Flut wirklich weltweit? mehr:

Im letzten Monat hatte ich mich mit Zeiten und Zeitabläufen besonders des Alten Testamentes beschäftigt und dabei auch mit der Sintflut Noahs und zuletzt dieses Ereignis verglichen mit dem Ereignis der Entrückung das noch vor uns liegt.

Jakob Lorbers Werk Die Haushaltung Gottes gibt uns viele Einzelheiten dieses wichtigen Ereignisses in der Geschichte der Erde und ich stieß dann wieder auf technische und geologische Berichte die ich hier jetzt zum Teil anführen will, da sie uns darüber Aufklärung geben, ob diese Flut Noahs ein weltweites Ereignis war oder nicht.

Wenn zum Beispiel die Sintflut ein weltweites Ereignis war, dann könnte man davon ausgehen, daß all heutigen Menschen von Noah und seiner Familie abstammen und daß deshalb die Völkertafel von 1 Mose 10 auf alle heute lebenden Menschen zutrifft. Dies könnte aber auch dann zutreffen, wenn die Sintflut nicht weltweit gewesen ist, wenn aber damals die Welt nur von Menschen belebt war, die in den Gebieten lebten, die von der Flut betroffen waren. Wenn damals bereits Menschen in Gebieten lebten, die die Flut nicht erreichte, dann wären ihre Nachkommen heute Menschen, die in der Völkertafel von 1 Mose 10 nicht zu finden sind.

Würden damals Menschen in Teilen der Welt gelebt, die von der Flut unberührt blieben, wie das afrikanische Hochland oder Australien oder die meisten Teile von Amerika, dann würden die Nachkommen dieser Menschen eben nicht Nachkommen Noahs sein.

Zur Zeit Noahs war Europa, gemäß den Berichten, noch nicht von Menschen belebt und so kann man auch annehmen, daß es andere Teile der Welt damals gab, die noch nicht von Menschen bewohnt waren, aber die Frage wäre dann, ob dies auf alle Gebiete zutrifft, die nicht von der Flut betroffen waren.

Bei Bertha Dudde erfahren wir, daß das eigentliche Ende durch Menschen ausgelöst werden wird, und zwar durch Wissenschaftler die eine Art nukleare Kettenreaktion auslösen, die dann die gesamte Erdoberfläche zerstören wird und bei Jakob Lorber wird beschrieben, wie damals die Flut auch von Menschen ausgelöst wurde, die die Erdoberfläche soweit mit sprengstoffartigen Methoden aufgruben, bis die die inneren Wassermassen aufhaltende Erdschicht zu gering wurde, um dem Wasserdruck zu widerstehen und das Wasser dann hervorbrach.

Das Werk von Jakob Lorber gibt also wertvolle Information und nachfolgend kommt Information darüber, warum die Sintflut nicht global war, sondern nur regional.

Und hier kommen jetzt also zwei Auszüge:

 

    Als aber also der Noah gesichert war, da hob der Herr Seine allmächtige Hand auf und gebot den Wolken, den Regen in den mächtigsten Strömen von sich zu lassen auf die Erde, und also auch den mächtigen Brunnen in der Erde, daß sie ihre Gewässer herauftrieben auf der Erde Oberfläche. Da brachen auf die Brunnen in der großen Tiefe und taten sich auf die Schleusen der Himmel.
    Da waren zahllose gar mächtige Springquellen auf dem Boden der Erde und trieben ihr Gewässer bis zu den Wolken, und von den Wolken fiel der Regen wie Wasserfälle von hohen Schneegebirgen, wodurch das Wasser über dem Erdboden so schnell wuchs, daß die Menschen nicht schnell genug auf die Berge sich flüchten konnten; und die da noch flohen auf die Berge, wurden von mächtig über Felsen herabstürzenden Fluten wieder zurückgerissen und ersäuft.

    Der Herr aber sprach: »Mahal, Mein Sohn, der du verloren warst und dich nun wieder finden und von Mir ergreifen hast lassen, stehe auf! Denn Ich, dein ewiger, heiliger Vater, sage es dir: Vor Meiner ewigen und unendlichen Liebe ist niemand so weit gefallen von Mir, daß Ich ihn nicht annehmen möchte, so er käme zu Mir in der reuigen Erkenntnis seiner Sünde!
    Aber wer da nicht kommt, der hat sich sein Urteil selbst an seine Stirne geschrieben; denn Ich hebe (halte) niemanden wider seinen freien, von Mir ihm eingehauchten Willen und ziehe niemanden wider solchen Willen!
    Alles aber, was Ich, der Allmächtige tue, ist, daß Ich Meine Kinder rufe, zu Mir zu kommen, als ein allein ewiger, wahrer Vater! Wohl denen, die den Ruf nicht überhören und so sie ihn hören, sich darnach kehren!
    Also habe Ich bis jetzt bei zweitausend Jahre lang Meine Kinder gerufen, gelehrt und gewarnt; aber sie wollten sich solche Meine liebgerechte Warnung nimmer gefallen lassen, sondern legten ihr Ohr und Herz nur an den alten Lügenmund des Satans, und dieser hat ihnen die Wege zum Verderben gezeigt. Und sie wandelten so lange unermüdet auf diesen Wegen, bis sie sich darauf das erbeuteten, was nun über sie und über diesen ganzen Erdkreis gekommen!
    Nicht Ich rief dieses Gericht über die Erde und bin nicht dessen Schöpfer, - sondern hier diese drei sind es! Diese wollten die Erde zerstören, und da ist nun ihr Werk vor ihren Augen!
    Diese haben tollkühn aus Zorn gegen Mich, ihren Schöpfer, in die Erde gestochen, und der Satan führte sie geraden Weges auf jene Punkte der Erde, wo ihre Pulse am seichtesten liegen. Da rissen sie mit ihrer Beize und mit ihren Körnern aus der Hölle die feste Haut von den Adern der Erde, und die mächtigsten Dämpfe und Ströme fingen an emporzubrechen, genötigt von der Schwere der Oberhaut der Erde. Und diese alles verheerende und tötende Flut über diesen ihren Erdkreis ist nun die Frucht ihres Eifers für die Hölle!«

 

Hier haben wir also die Beschreibung wie die Menschen damals mit den damaligen technischen Möglichkeiten ihr eigenes Ende bereiteten: mit ihrer Beize und mit ihren Körnen aus der Hölle.

Und heute werden die Menschen wieder ihr eigenes Ende bereiten: mit ihren wissenschaftlichen Versuchen.

In beiden Fällen ist es die Frucht ihres Eifers für die Hölle.

Hier haben wir aber noch ein weiteres interessantes Detail und das ist die Erwähnung der Stirn.

In der Offenbarung 14,9 heißt es: Und ein dritter Engel folgte ihnen nach und sprach mit großer Stimme: So jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Malzeichen an seine Stirn oder an seine Hand.

Das Malzeichen wird also von diesen Menschen an die Stirn genommen oder es wird von ihnen an die Hand genommen. Es geht hier um das Wollen, die Stirn, oder um das Handeln, die Hand.

Wer also tätlich sich an den Gläubigen vergreifen wird, der handelt mit seiner Hand und wer sich ihnen mit seinem Wollen entgegensetzt, der hat das Malzeichen an seiner Stirn.

In beiden Fällen kommt die Person nicht zu Gott, sondern wehrt sich gegen ihn.

“Aber wer da nicht kommt, der hat sich sein Urteil selbst an seine Stirne geschrieben; denn Ich hebe (halte) niemanden wider seinen freien, von Mir ihm eingehauchten Willen und ziehe niemanden wider solchen Willen!“

Das an die Stirn geschriebene Urteil, das Malzeichen, ist also der freie Wille. Der freie Wille ist es also was das Malzeichen darstellt. Wir werden die Menschen also an ihrem freien Willen erkennen können. Wer nicht zu Gott kommt, trifft diese Entscheidung mit seinem freien Willen. Das Wollen und das Handeln unterliegt dem freien Willen. Unser freier Wille ist das Alleinentscheidende.

Nun weiter mit Zitaten von Jakob Lorbers Die Haushaltung Gottes:

 

    Um sieben Tage später überflutete das Wasser schon die höchsten Berge dieses Erdkreises bis zum allerhöchsten Himalajagebirge, das da das Land der Sihiniten von dem ganzen andern Asien trennte.
    Und dieses Gebirge allein ragte fünfzehn Ellen aus dem höchsten Wasserstande empor; alle anderen höchsten Berge aber waren wenigstens so tief unter dem Wasser. Natürlich waren nach dem verschiedenen Höhenverhältnisse manche niedere Berge wohl auch mehrere Hunderte von Klaftern unter dem Wasser.
    Wie aber und wohin ergoß sich das Gewässer der Sündflut? - Der Hauptteil war das Mittelasien, allwo noch heute der Aralsee und das Kaspische Meer die Überbleibsel von der denkwürdigsten Art sind; denn wo nun das Kaspische Meer ist, da stand einst das übergroße und stolze Hanoch, und es ließen sich noch heutzutage Überreste von dieser Stadt finden, - aber freilich in einer Tiefe von mehr als tausend Klaftern.
    Und an der Stelle des Aralsees stand einst jener See mit seinen Umgebungen und mit seiner Wassergottsinsel, den wir auch sehr wohl kennen; ebenso sind auch der Baikal- oder nun Balkaschsee und Tsanysee ähnliche, die sündigen Reste der Vorsündflutzeit in sich bergende Denkmäler.
    Von diesen Hauptpunkten ergoß sich das Gewässer reichlichst nach Siberien (Sibirien), wie auch nach Europa, das aber damals noch nicht bewohnt war. Ein Teil brach gegen Süden nach dem heutigen Ostindien und am stärksten über Arabien; auch das nördliche Afrika wurde stark mitgenommen bis zum Hochlande, von wo ab dies Land dann nur kleine Überströmungen erlitt. Amerika ward nur von Siberien aus im Norden etwas mitgenommen; der Süden aber blieb ganz frei also, wie die meisten Inseln des großen Meeres.

 

Europa war also damals noch nicht bewohnt, wurde aber überflutet. Die Flut reichte in Afrika bis zum Hochland, das Hochland selbst aber wurde nur ausnahmsweise betroffen, wahrscheinlich tieferliegende Teile und Amerika blieb, abgesehen von nördlichen Teilen verschont. Australien scheint also auch verschont worden zu sein.

Die große Stadt Hanoch lag also in einem Tal das heute vom Kaspischen Meer erüllt ist.

Und nun kommen wir zum Hauptteil dieses Eintrages, daß die Flut eben nicht weltweit war.

 

    Warum ward denn hier gesagt, die Flut ergoß sich dahin und dorthin? Regnete es denn nicht auf der ganzen Erde? Und war die Flut nicht überall von gleicher Stärke?
    Da sage Ich: Die Flut ergoß sich dahin und dorthin, weil es nicht über die ganze Erde geregnet hatte und daher die Flut auch nicht von gleicher Stärke sein konnte, - und das darum, weil es nicht überall regnen konnte und die Flut auch nicht überall vonnöten war.
    Hätte es wohl in den überkalten Polargegenden regnen können, wo sogar die Luft gefriert?! Und wozu wäre der vierzigtägige Regen in jenen Gegenden gut gewesen, wo noch kein Mensch wohnte und auch wenig oder gar kein Getier?! Oder was hätte der Regen über dem Weltmeere bewirken sollen? Etwa die Fische ersäufen? Und endlich, wenn das natürliche Flutgewässer auf der ganzen Erde über jedem Punkte gleich eine Höhe von dreitausend Klaftern erreicht hätte, wohin hätte es dann wohl abfließen und sich verlaufen sollen?!
    Man könnte wohl sagen: Es hat sich verdunstet zum Teile und ist zum Teile von der Erde eingesogen worden!
    Wenn das aber zur Verminderung solch eines Gewässers genügte im Verlaufe von einem Jahre, da wäre das Weltmeer schon lange bis auf den letzten Tropfen von der Erde verschwunden, da es doch nicht einmal den zehntausendsten Teil jener Wassermasse ausmacht, so die ganze Erde eine Wassererhöhung von beinahe viertausend Klaftern erhielte!
    Zudem geht durch das Verdunsten nichts verloren; denn das verdunstete Wasser sammelt sich ja wieder in den Wolken und fällt allzeit wieder in einem gleichen Quantum zur Erde zurück. Der gleiche Fall ist es aber auch mit dem eingesogenen Wasser in die Poren der Erde; es sammelt sich da das eingesogene Wasser in den gewissen Behältern und tritt dann teils durch Nebel und teils durch periodische Quellen auf die Erdoberfläche.
    Aus diesem Grunde stünde dann eine solche allenthalben gleich hohe Flut Noahs noch heutzutage in derselben Höhe, als wie da das gesamte Meer noch bis zur Stunde mit wenigen örtlichen Variationen dasselbe ist, wie es zu Adams Zeiten war.
    Darum war die Flut wohl nur dort in ihrem verderblichen Auftritte, wo die arge Menschheit zu Hause war, und bedeckte da besonders Mittelasien wohl auf eine Höhe von viertausend Klaftern über dem Meeresspiegel, von wo aus sie sich dann wohl sehr weit und breit hin nach allen Seiten ergoß!
    Wenn es aber in der Schrift auch heißt: »Über alle Berge der Erde, und außer, was die Arche trug, blieb nichts Lebendiges auf dem Erdboden!", - so muß das nicht wörtlich auf die Naturerde selbst bezogen werden; denn unter ,Berge' wird nur der Hochmut und die Herrschsucht verstanden von Seite der Menschen. Und daß auf der Erde kein Leben übrigblieb, außer in der Arche, besagt, daß Noah allein ein geistiges Leben in Gott und aus Gott getreuest behielt.
    Wer das wohl beachtet, der wird es wohl einsehen, daß die Flut Noahs wohl eine großörtliche, aber deswegen dennoch keine völlig allgemeine war, und das darum, weil nur in Mittelasien die Menschen durch Tollkühnheit dazu selbst die Hauptveranlassung waren, was in den anderen Weltteilen nicht der traurige Fall war.

 

Die letzte Aussage hierin deutet an, daß auch Teile der Welt damals bewohnt waren, die nicht von der Flut erfaßt wurden. Der Buschmann in Afrika und der Indianer in Amerika und der Aborigine in Australien könnten also durchaus damals schon gelebt haben und was besonders interessant ist, daß diese Menschen nicht „durch Tollkühnheit“ ihren eigenen Untergang bewerkstelligten. Dies scheint auch heute noch eine Eigenschaft dieser Völker zu sein, die sie wohltuend von dem Rest dieser Welt unterscheidet.

Doch nun weiter mit Lorber:

 

    Es bezeichnet aber schon das Wort ,Flut' ein Sich-Ergießen des Gewässers über die Erde, von Hanoch aus, und durchaus kein allgemeines Standgewässer über die ganze Erde.
    Hanoch selbst bedeckte mit seinen weitgedehnten Umgebungen einen Bezirk und einen engbewohnten Flächenraum von beinahe achttausend Quadratmeilen, also ein Land für sich, das da sehr geeignet und groß genug gewesen wäre, in der jetzigen Zeit ein bedeutendes Königreich zu sein. Dazu herrschte es mit geringer Ausnahme über ganz Asien und trieb allenthalben sein Unwesen.
    Nun lassen wir über diesen übergroßen Raum einen über dreitausend Klafter hohen Wasserhaufen kommen, und es wird sich zeigen, wie weit dann die Überflutung reichen kann, - und besonders, wenn man erwiesenermaßen annehmen kann, daß Mittelasien der Erde höchstes Land war und zum größten Teile gegen Südosten es noch gegenwärtig ist.
    Man könnte hier freilich einwenden und sagen: »Gut, wenn die Flut Noahs nur ein großörtliches Hochgewässer war, wie konnte es dann da natürlicherweise eine so schauderhafte Höhe erreichen, ohne vorher nach allen Seiten sich in hundert Meilen breiten Strömen abfließend zu ergießen?«
    Auf diese fragliche Einwendung diene folgende Berichtigung: Fürs erste war der vierzigtägige Regen wohl über ganz Asien, einen großen Teil von Europa, wie auch Nordafrika verbreitet und verursachte schon für sich große Tälerüberschwemmungen; aber da in diesen Fremdlanden die unterirdischen Gewässer nicht dazukamen, so konnte die Überschwemmung oder die Flut keine solche Höhe erreichen wie eben in Asien, wo der Austritt der unterirdischen Gewässer den Hauptausschlag gab.
    Wenn aber jemand ganz sicher annehmen kann, daß fürs zweite in Asien zu dem stärksten Regen mehrere Hunderttausende von den gewaltigsten Springquellen kamen, von denen die kleinste in einer Minute zehn Millionen Kubikfuß Wassers auf die Oberfläche der Erde lieferte, so wird es wohl begreiflich, wie die Flut Noahs über Asien eine solche Höhe hatte erreichen können trotz des allseitigen und gleichzeitigen mächtigsten Abflusses.
    Von da aus konnte sie sich dann ja wohl in alle Weltgegenden mit der furchtbarsten Gewalt ergießen und jene diluvianischen (eiszeitlichen) Gebilde zuwege bringen, die noch die Gegenwart allerorts reichlichst aufweist, die aber jedoch nicht zu verwechseln sind mit jenen, welche von den periodischen Meereswechselungen herrühren.
    Die Hauptspuren der Noachischen Flut sind das vielfach vorkommende, auf ziemlichen Höhen rastende Stromgerölle, die hier und da vorkommenden versteinerten Knochen vornoachischer Tiere, wie auch die häufig vorkommenden Braunkohlenlager dann auch die sichtlichen Abspülungen der Berge, daß sie nun ganz nackt dastehen. Alle anderen Gebilde gehören entweder den Meereswanderungen oder großen örtlichen Feuereruptionen an.
    Also wäre nun das Wesen der Noachischen Flut auch physisch dargetan, und so wollen wir nun zur Dauer und zum Ende derselben übergehen.

    Wie lange hat denn die ungeminderte gleich hohe Flut auf Erden gedauert?
    Die gleich hohe, also höchste Flut dauerte einhundertfünfzig volle Tage.
    Wie war denn das möglich, da es der ersten Angabe nach nur vierzig Tage geregnet hatte?
    Der Stromregen hatte nach vierzig Tagen wohl aufgehört, aber der stets mächtiger werdende von unten herauf dauerte einhundertfünfzig Tage und erhielt die fortwährende gleiche Wasserhöhe.
    Erst am hundertfünfzigsten Tage wandte der Herr wieder Sein Gesicht zur Erde, und die Brunnen der Tiefe wurden verstopft und die Wasserschläuche des Äthers vollkommen zugebunden; denn bis zum hundertfünfzigsten Tage hatte es immer ortsweise geregnet, wie nun bei Ungewittern ein Platzregen fällt auf die Erde.
    Nach dieser Zeit erst fing das Wasser an sich zu verlaufen, und am siebzehnten Tage des siebenten Monats (17 Juli) fand die Arche Grund und saß auf der sehr geräumigen Spitze des Berges Ararat nieder, vom Geiste Mahals durch die Kraft des Herrn dahin geleitet.
    Das Wasser aber nahm dann sichtlich ab bis auf den zehnten Monat (Oktober), und aller Berge Wesen, selbst der kaum siebzig Klafter hohen, war von der Zeit an außer Wasser, das nunmehr nur noch die Täler und niedereren Hügel bedeckte.
    Um vierzig Tage später, also am 10 November, öffnete Noah zum ersten Male das Fenster am Dache der Arche und ließ einen Raben ausfliegen. Dieser fand aber schon sein Land, flog von einem Orte zum andern und kam nicht wieder in die Arche zurück.
    Da aber der Rabe nicht wiederkam, da ließ Noah alsbald eine Taube ausfliegen, auf daß er erführe, ob das Wasser auf der Erde gefallen sei.
    Die Taube aber, da noch alles kahl und feucht war und in den Tälern noch gewaltige Wasserströme abfließend tobten und sie für ihren Fuß keinen Platz fand, kam wieder zurück und setzte sich auf die durchs Fenster ausgestreckte Hand Noahs, und dieser nahm sie wieder in den Kasten.
    Von da harrte Noah noch sieben Tage und ließ am achten Tage wieder eine Taube ausfliegen; diese kam erst am Abende zurück und brachte in ihrem Munde ein abgepflücktes Blättchen eines Ölbaumes; und das war dem Noah ein Zeichen, daß das Gewässer gefallen war auf der Erde.
    Denn also nur durfte er es erfahren, da es ihm der Herr also angeraten hatte geheim in seinem Herzen.
    Nach abermals sieben Tagen ließ Noah wieder eine Taube ausfliegen; diese aber kam nicht wieder, da sie schon Nahrung auf dem trockenen und neu bewachsenen Erdboden fand.
    Aber Noah harrte von da an noch bis auf den ersten Monat des neuen Jahres, da er sich im 601 Jahre seines Alters befand.
    Da war das Gewässer bis auf den Normalstand auf der Erde zum größten Teile abgelaufen in die großen Meere, und die Erde ward trocken durch ein fortwährendes Wehen der warmen Mittagswinde.
    Da griff Noah mit seinen Söhnen am 1. Jänner (Januar) zu, und schlug das Dach von dem Kasten, und sah dann zum ersten Male auf die erneute Erde vom hohen Ararat herab und ersah kein Wasser mehr und die Erde völlig trocken.
    Er aber harrte dennoch bis zum 27. Februar auf des Herrn Wort.
    Da kam der Herr zu Noah, und behieß ihn, wie im ersten Buch Mosis, Kapitel 8 beschrieben steht, aus der Arche zu ziehen.
    Und Noah öffnete alsbald das große Tor, und alles flog, ging und kroch aus dem Kasten und suchte sich Wohnungen auf der erneuten Erde; und der Herr sorgte, daß alles alsbald wieder seine Nahrung fand.
    Und so hatte Noah ein Jahr und zehn Tage mit den Seinen in der Arche verlebt.

 

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